#12 | Reykjavik
150 x 97,5 cm
Reykjavik lebt vom Wechsel zwischen Sichtbarkeit und Zurückhaltung. Im ausgeschalteten Zustand erscheint das Werk nahezu monochrom – eine weiße Oberfläche, auf der lediglich die Struktur der aufgetragenen Farbe und die Spuren des Entstehungsprozesses sichtbar bleiben. Rahmen, Textilkabel und Bild verschmelzen zu einem ruhigen, reduzierten Objekt.
Mit dem langsamen Hinzuschalten des Lichts verändert sich die Wahrnehmung grundlegend. Aus der scheinbaren Leere entstehen Farben, Tiefe und Atmosphäre. Mal taucht das Werk in kühle Blautöne, mal in sanftes Grün oder leuchtendes Magenta. Die Farbe liegt nicht auf der Oberfläche, sondern scheint aus dem Inneren des Bildes hervorzutreten.
Reykjavik bewegt sich zwischen Präsenz und Stille. Das Kunstwerk zeigt sich nie vollständig auf einmal, sondern entfaltet seine Wirkung Schritt für Schritt. So entsteht ein ruhiger Dialog zwischen Material, Licht und Raum, der sich kontinuierlich verändert und dennoch eine besondere Gelassenheit ausstrahlt.


Reykjavik is defined by the interplay between visibility and restraint. When switched off, the artwork appears almost monochrome—a white surface where only the texture of the applied paint and traces of the creative process remain visible. Frame, textile cable, and canvas merge into a calm and minimal object.
As light slowly emerges, the perception of the piece transforms completely. Colors, depth, and atmosphere appear from what seemed like emptiness. At times the artwork is immersed in cool blues, at others in soft greens or vibrant magentas. The color does not sit on the surface; it seems to glow from within the painting itself.
Reykjavik exists between presence and stillness. The artwork never reveals itself all at once but unfolds gradually over time. The result is a quiet dialogue between material, light, and space—constantly changing while maintaining a remarkable sense of calm.

You may also like

Back to Top